Jedes Jahr im Oktober wird Frankfurt am Main zur Hauptstadt der Bücher. Diese Woche ist es wieder so weit: Die Frankfurter Buchmesse hat begonnen, schon zum 78. Mal. Sie dauert vom 7. Oktober bis zum 11. Oktober.
Zuerst die Profis, dann alle
Die Buchmesse ist die wichtigste Messe für Bücher weltweit. In den ersten Tagen kommen nur Fachbesucher: Verlage, Agenturen und Buchhändler. Sie kaufen und verkaufen Rechte, zum Beispiel für Übersetzungen. Ab Freitag dürfen alle kommen, auch ganz normale Leserinnen und Leser.
Gastland ist in diesem Jahr Tschechien. Das heißt: Tschechische Autorinnen und Autoren stehen im Mittelpunkt, und man kann viele tschechische Bücher und Comics entdecken.
Manga, Cosplay und japanische Musik
Neu ist dieses Jahr ein großer Bereich für Comics, Manga und Graphic Novels. Am Wochenende gibt es Workshops: Besucher können Manga zeichnen und eigene Figuren erfinden. Auf einer Bühne machen Künstler aus Japan und Deutschland Musik, zum Beispiel ein Taiko-Trommler. Und jeden Tag gibt es einen Cosplay-Wettbewerb: Fans kommen in Kostümen von Figuren aus Büchern, Filmen und Spielen.
Warum das alles? Die Messe sagt: Immer mehr junge Leute kommen zur Buchmesse. Aus einem Webtoon wird eine Serie, aus einem Manga ein Anime, aus einer Graphic Novel ein Film. Eine Geschichte lebt heute in vielen Formen.
Eine Warnung zum Start
Bei der Eröffnung sprach die amerikanische Historikerin Jill Lepore. Sie hat den Pulitzer-Preis bekommen. Ihr Thema war die Künstliche Intelligenz. Die Menschheit müsse sich entscheiden, sagte sie: Wollen wir, dass Maschinen für uns lesen, schreiben und sogar denken?
Wollen wir, dass Maschinen für uns lesen, schreiben und sogar denken?
Eine gute Frage für eine Buchmesse. Für alle, die Deutsch lernen, ist die Antwort einfach: Lesen müssen wir selbst. Zum Beispiel diesen Text!
