Stell dir vor: Du gehst auf das größte Volksfest der Welt. Du trinkst, tanzt und singst. Am Abend gehst du nach Hause, und dein Handy ist weg. Das passiert vielen Gästen. Aber dieses Jahr hat jemand etwas viel Größeres verloren: ein Akkordeon.
Ein Rekord in München
Das Oktoberfest heißt in München auch „die Wiesn“. Es hat 16 Tage gedauert und ist am Sonntag, 4. Oktober, zu Ende gegangen. Die Stadt sagt: Dieses Jahr sind 7,4 Millionen Gäste gekommen. So viele Menschen waren noch nie auf der Wiesn. Im letzten Jahr waren es 6,5 Millionen.
Warum so viele? Das Wetter war schön, fast wie im Sommer. Und die Stadt hat gesagt: Kommt bitte auch von Montag bis Donnerstag, nicht nur am Wochenende. Viele Leute haben das gemacht.
Viel Bier und viele Krüge
Die Gäste haben 6,7 Millionen Maß Bier getrunken. Eine Maß ist ein großer Krug mit einem Liter Bier. Aber nicht alle trinken Bier mit Alkohol: Alkoholfreies Bier war dieses Jahr viel beliebter als früher.
Viele Gäste wollen ihren Krug als Souvenir mit nach Hause nehmen. Das ist verboten. Am Eingang kontrolliert man die Taschen. So hat man 105.000 Krüge wieder eingesammelt.
Was haben die Leute verloren?
Jetzt kommt der lustige Teil. Auf der Wiesn gibt es ein Fundbüro. Dorthin bringt man Sachen, die jemand verloren hat. Dieses Jahr waren es ungefähr 4.000 Sachen.
Die meisten Fundsachen sind normal: 1.050 Kleidungsstücke, 700 Geldbeutel, 400 Handys, 350 Brillen und 220 Schlüssel. Und 12 Paar Schuhe. Wie geht man ohne Schuhe nach Hause? Das wissen wir leider nicht.
Aber einige Fundsachen sind sehr seltsam. Jemand hat ein Akkordeon verloren. Jemand hat sein Gebiss verloren, also seine falschen Zähne. Ein Gast hat ein dickes Buch über Tibet vergessen. Und ein anderer Gast hat ein ganz neues iPhone verloren, nur wenige Tage nach dem Verkaufsstart.
Unser Favorit: Jemand hat eine Figur von einem Imbiss-Stand ins Fundbüro gebracht. Die Figur ist fast 2 Meter groß. Wer nimmt so etwas mit? Und warum?
Gute Nachrichten zum Schluss
Ungefähr 850 Gäste haben ihre Sachen schon zurückbekommen. Wer etwas verloren hat, kann noch beim Fundbüro der Stadt München fragen. Vielleicht wartet das Akkordeon dort noch auf seinen Besitzer.
Und du? Hast du schon einmal etwas Wichtiges verloren? Erzähl es auf Deutsch, das ist eine gute Übung!
